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Wissenswertes zum Laden einer Batterie

Das muss ich beim Laden einer Batterie beachten!

Das Laden einer Batterie – für manch einen ein Rätsel, doch wir machen es hier zum Kinderspiel! Im Folgenden erklären wir Euch alles, was Ihr über das Laden einer Batterie wissen müsst: Wann ist die Batterie zu alt und muss anstatt aufgeladen neu gekauft werden? Welche Möglichkeiten habe ich, eine Batterie zu laden? Muss auch eine wartungsfreie Batterie geladen werden? Wie lange dauert das Aufladen? All diese Fragen klären wir hier und machen Dich mit unserer Schritt-für-Schritt Anleitung zum Profi im Batterien laden!

Muss ich eine wartungsfreie Batterie laden?

Ja, auch eine wartungsfreie Batterie muss geladen werden. Wartungsfrei bedeutet im Falle von Batterien nur, dass das Nachfüllen von destilliertem Wasser entfällt. Dementsprechend müssen wartungsfreie Batterien genauso geladen werden wie andere Batterien.

Hierfür reicht in der Regel die Lichtmaschine des Fahrzeuges zum Laden aus. In besonderen Fällen solltest Du die Batterie jedoch nachladen, um ihre Lebensdauer zu verlängern. Dies ist der Fall, wenn Dein Fahrzeug lange in der Garage stand oder direkt nachdem Du Deiner Batterie Starthilfe geben musstest. Außerdem solltest Du Deine Batterie nachladen, wenn Du nur kurze Strecken bei kaltem Winter mit einer Blei-Säure-Batterie fährst.

Ist meine Batterie nur entladen oder muss ich eine neue kaufen?

Sollte Dein Fahrzeug nicht mehr anspringen, kann es an Deiner Batterie liegen. Hierbei hast Du zwei Möglichkeiten: Entweder die Batterie ist zu alt oder sie muss neu geladen werden.

Das Alter Deiner Batterie erkennst Du am aufgedruckten Frischedatum. Autobatterien solltest Du etwa alle fünf bis sieben Jahre wechseln, Motorradbatterien etwa alle sechs bis sieben Jahre.
Eine defekte Batterie erkennst Du ebenfalls daran, dass sie selbst nach langen Streckenfahrten Schwierigkeiten beim Starten hat.

Ist die Batterie dementsprechend noch nicht zu alt, musst Du Dir keine neue kaufen sondern kannst es mit Laden versuchen. Dafür findest Du in den folgenden Abschnitten Anleitungen zu verschiedenen Lademechanismen. Um die Lebensdauer Deiner Batterie zu verlängern, kannst Du spezielle Ladegeräte mit Desulfatierungsfunktion nutzen, wie zum Beispiel das CTEK Ladegerät MXS 3.8 12V 3,8A. Dieses Ladegerät zerstört die Sulfatkristalle, die das Laden der Batterie durch Spannungsspitzen behindern.

Springt Dein Fahrzeug selbst nach dem Laden nicht an, hilft nur noch der Einbau einer neuen Batterie.

CTEK MXS 3.8 12V 3,8A 56-309 Blei-Säure Ladegerät
CTEK MXS 3.8 12V 3,8A 56-309 Blei-Säure Ladegerät

Aufladen durch Lichtmaschine

Normalerweise brauchst Du Dir keine Gedanken über das Laden der Auto- oder Motorradbatterie machen, denn dies übernimmt für Dich die Lichtmaschine Deines Fahrzeuges während der Fahrt. Wenn Du allerdings nur kurze Strecken fährst und der Batterie viel Strom durch Klimaanlage oder Sitzheizung, Radio, Scheibenbeheizung und Co. entziehst, dann kann es passieren, dass mehr Energie der Batterie entnommen als nachgeladen wird. Deine Ladungsbilanz ist nicht im Gleichgewicht und Dein Fahrzeug kann nicht mehr starten. Dagegen hilft nur eine ausgiebige Spritztour oder das Nachladen mit Hilfe eines Ladegerätes.

Aufladen mit einem Ladegerät

Bei richtiger Handhabung und achtsamer Vorgehensweise ist das Laden und die Wartung einer Batterie für jeden Autofahrer machbar.

Um die Batterie in der heimischen Garage aufladen zu können, sind eine Steckdose und ein passendes Ladegerät erforderlich. Ideal sind universelle, vollautomatische Ladegeräte mit Schutz gegen Funkenbildung, Kurzschluss und Verpolung. Empfehlenswert ist zudem eine integrierte Temperaturkompensation bei tiefen Temperaturen im Winter. Auch für Autos mit Start-Stop-Funktion gibt es inzwischen optimierte Ladegeräte.

Wichtig: Auf jeden Fall solltest Du die Bedienungsanleitung des Fahrzeugs zum Abschnitt „Laden der Batterie“ (hier findest Du auch die vorgegebenen Ladepunkte) sowie die Anleitung des Ladegeräts beachten.

Übrigens: Wartungsfreie Batterien sind heutzutage Standard. Das Einzige, was der Fahrzeuginhaber selbst machen kann und sollte, ist, die Batterie aufzuladen.

Wir erklären Dir in dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung die Vorgehensweise. Schutzhandschuhe und auch Schutzbrille sollten getragen werden!

SCHRITT 1:

Überprüfung, welcher Typ Batterie in Deinem Fahrzeug eingebaut ist, meistens sind es Blei-Säure Akkumulatoren, es kann aber auch eine Gel- und AGM-Batterie eingebaut sein. Diese Information findest Du am einfachsten in der Betriebsanleitung Deines Fahrzeugs. Autobatterien benötigen üblicherweise 12 Volt Spannung.

SCHRITT 2:

Du klärst ab, ob die Autobatterie ausgebaut werden muss oder nicht. Der Ausbau einer Batterie ist benutzerfreundlich und kann auch von Dir durchgeführt werden, man muss hierfür kein Kfz-Mechaniker sein. Wichtig hierbei ist, dass der Ladevorgang im Freien oder in gut belüfteten Räumen vorgenommen wird, da möglicherweise Gase entstehen können.

SCHRITT 3 (entfällt bei einer wartungsfreien Batterie):

Der Säurestand muss kontrolliert werden, falls eine ältere Batterie geladen werden soll, die nicht wartungsfrei ist. Hierfür muss der Zellverschluss an der Oberseite aufgeschraubt werden. Befindet sich der Füllstand der Flüssigkeit unterhalb der Markierung im Inneren der Batterie, muss diese mit destilliertem Wasser aufgefüllt werden. Dieses ist an jeder Tankstelle erhältlich. Bei Unsicherheiten beim Befüllen der Batterie empfehlen wir Dir den Besuch einer Autowerkstatt.

SCHRITT 4:

Du stellst sicher, dass der Motor des Fahrzeugs ausgestellt ist und keine Verbraucher wie Radio oder Licht laufen. Nun werden die Polkabel mit einem Schraubenschlüssel von der Batterie getrennt. Dies geschieht zum Schutz der Bordelektronik! Aber Vorsicht: Die Kabel dürfen sich keinesfalls berühren, denn dies kann einen Stromschlag erzeugen! Ein kompletter Ausbau der Batterie ist üblicherweise nicht notwendig.

SCHRITT 5:

Du schließt zuerst das Ladegerät an die Starterbatterie und erst danach das Ladegerät an den Hausstrom an. Die meisten Ladegeräte besitzen ein rotes Kabel für den Pluspol und ein schwarzes Kabel für den Minuspol. Mit den Klemmen an den Enden der Kabel verbindest Du nun den Plus- bzw. Minuspol des Ladegerätes mit dem jeweiligen gleichen Pol an der Batterie. Nach Anschluss des Ladegerätes am Hausstrom beginnt sich die Autobatterie aufzuladen. Der genaue Ladevorgang unterscheidet sich etwas bei verschiedenen Autobatterie-Ladegeräten, ist aber in der beiliegenden Anleitung stets exakt erklärt.

SCHRITT 6:

Moderne Ladegeräte schalten automatisch ab bzw. gehen in den Ladungserhaltungsmodus. Bei Verwendung der richtigen Ladegerätstärke (benötigt werden 1/10 der Nennkapazität, z. B. für eine 60aH Batterie ein Ladegerät mit 6 A) beträgt die Ladedauer etwa 12 Stunden. Ist die Batterie voll nimmst Du immer zuerst das Ladegerät vom Strom genommen. Erst danach entfernst Du die Kabel von der Autobatterie. Diese Reihenfolge ist wichtig, damit Du nicht versehentlich unter Strom stehende Metallteile der Autobatterie zu berührst.

SCHRITT 7:

Du verbindest die Autobatterie wieder mit den Polen des Fahrzeugs, auch wieder rot für den Plus- und schwarz für den Minuspol. Nun kannst kann Dein Auto wieder gestartet werden!

Schritt 8:

Rund eine halbe Stunde Zeit solltest Du nach dem Ladevorgang für eine Spritztour haben. Dabei kann sich die Batterie erneut ausreichend aufladen und es besteht keine Gefahr, dass man den ganzen Vorgang wiederholen muss. Sollte das Problem erneut auftreten, kann es sein, dass die Batterie defekt oder zu alt ist.

Grundsätzlich ist immer eine gute Belüftung der Batterie wichtig, da sie sich während des Ladens erwärmt. Kommt es zu einer starken Wärmeentwicklung, muss der Ladevorgang sofort beendet werden.

Im Zweifelsfall ist unbedingt eine Fachwerkstatt aufzusuchen!

 

Starthilfe mit einer anderen Autobatterie oder einer Starthilfebox

Sollte unterwegs Dein Auto mal nicht anspringen, weil die Batterie leer ist, gibt es einen einfachen Trick, mit denen Du schnell wieder auf die Straße kommst: die Starthilfe. Diese kannst du Dir mit Hilfe eines anderen Autos oder mit einer anderen Batterie, die sich in einer Starthilfebox befindet, geben. Auch Anschieben oder Anschleppen sind möglich. Die wichtigsten Schritte für diese einzelnen Vorgänge erklären wir Dir hier!

Wichtiges vorab:

Du solltest immer entweder ein Starthilfekabel im Auto mitführen oder aber eine Starthilfebox mit Klemmen und Batterie. Ein Starthilfekabel sollte der DIN-Norm 72553 oder der ISO-Norm 6722 entsprechen. Es sollte biegsam und die Pol-Zangen komplett in Kunststoff eingehüllt sein. Nur
die Kontaktteile in der Zangenspitze dürfen aus Metall bestehen. Achtung: Zu schwache Überbrückungskabel taugen nichts.

Ein Warndreieck und eine Warnweste sind ebenfalls notwendig, falls Dein Fahrzeug an einer befahrenen Straße oder an einer unübersichtlichen Stelle liegenbleibt. Zu empfehlen sind weiterhin das Tragen von Schutzhandschuhen.

Eine Starthilfebox hat den Vorteil, dass Du kein Spenderauto benötigst. Jedoch musst Du sicher-stellen, dass sich genügend Strom in der Batterie der Starthilfebox befindet.

Starthilfe oder Überbrückung mit einem Spenderauto

Schritt 1: 

Hast Du ein Spenderauto gefunden, überprüfst Du die Betriebsanleitungen beider Autos. Diese geben Hinweise zu den speziellen Anforderungen für das jeweilige Fahrzeug. Halte die dort beschriebene Reihenfolge unbedingt ein, denn im Extremfall können die Batterie oder ein Steuergerät zerstört und auch Personen durch austretende Batteriesäure gefährdet werden.

Schritt 2:

Verbinde zuerst das rote Kabel mit dem Pluspol an der Batterie des Spenderautos, danach das schwarze Kabel mit dem Minuspol an der Batterie des Spenderautos. Das andere Ende kommt an den vorgegebenem Masseanschluss oder Massepunkt des Pannenautos (diesen findest Du in der Betriebsanleitung) oder an eine freie metallische Stelle am Motorblock. Das schwarze Kabel beim Pannenauto nicht an dessen Batterie anschließen: Es droht Funkenflug!

Achtung: Plus- und Minuspol nicht verwechseln! Dieser Fehler kann kostspielig werden, denn es können große Schäden an der Fahrzeugelektrik entstehen.

Schritt 3:

Der Motor des Spenderautos wird von Deinem Pannenhelfer gestartet.

Schritt 4:

Nach einigen Minuten startest Du Dein Pannenauto kurz. Falls es nicht klappt, nach einer Minute erneut probieren. Vorsicht, nach dem dritten erfolglosen Startversuch, droht dem Auto Schaden, dann hole lieber professionelle Hilfe.

Schritt 5:

Ist das Pannenauto angesprungen, beide Fahrzeuge noch einige Minuten laufen lassen. Im Empfängerauto schaltest Du größere Verbraucher wie Gebläse, Lüftung und Licht ein, um Spannungsspitzen zu vermeiden und die Bordelektronik zu schützen.

Schritt 6:

Während beide Motoren laufen, werden die Kabel gelöst: Du trennst zuerst das schwarze Kabel vom Spenderauto, dann das vom Pannenauto. Danach entfernst Du das rote Kabel.

Schritt 7:

Du schaltest die nicht benötigten Verbraucher wieder aus und lässt den Motor laufen, bis Du wieder weiterfährst.

Schritt 8:

Du solltest nun vorsichtig längere Zeit auf freier Strecken fahren, damit sich die Autobatterie wieder aufzuladen kann. Sollte das Problem erneut auftreten, kann es sein, dass Deine Batterie kaputt oder zu alt ist. Achte auf Fehlermeldungen des Fahrzeugs, dann ist es ratsam, fachkundige Hilfe einzuholen.

 

 

Mobile Starthilfe mit einer Starthilfebox

Obwohl Dein Fahrzeug wegen der schwachen Batterie nicht mehr anspringt, befindet sich in ihr noch ausreichend Strom, um die Starthilfebox zu laden.

Schritt 1:

Verbinde die Klemmen des Starthilfekabels der Starterbox mit den Batteriepolen: Das rote Kabel an den Pluspol der Autobatterie und das schwarze Kabel mit dem Minuspol.

Auch hier ist es wichtig, die Polaritäten nicht zu verwechseln!

Schritt 2:

Nun prüfst Du die Restspannung der schwachen Fahrzeugbatterie an der Ladestandsanzeige. Zum Starten des Motors benötigt dieser etwa 12 Volt.  

Schritt 3:

Du schaltest die Starthilfebox ein, damit sich diese an der Batterie aufladen kann. Dieser Vorgang dauert nur wenige Minuten. Die Ladestandsanzeige zeigt nun bis zu 14 Volt an.

Schritt 4:

Du schaltest den Motor an und stellst größere Verbraucher wie Gebläse, Lüftung und Licht ein, um Spannungsspitzen zu vermeiden und die Bordelektronik zu schützen.

Schritt 5:

Während der Motoren läuft, schaltest Du die Starthilfebox ab.

Schritt 6:

Du löst zuerst das schwarze Minuskabel und danach das rote Pluskabel.

Schritt 7:

Nachdem alle nicht benötigten Verbraucher wieder ausgeschaltet sind, kannst Du losfahren.

Schritt 8:

Du solltest nun vorsichtig längere Zeit auf freier Strecken fahren, damit sich die Autobatterie wieder ausreichend aufladen kann. Auch hier gilt: Sollte das Problem erneut auftreten, kann es sein, dass eine Batterie kaputt oder zu alt ist. Achte bitte auch auf Fehlermeldungen des Fahrzeugs und hole fachkundige Hilfe ein, falls es zu Problemen kommt.